TUTTE LE ROSSEDas inoffizielle Ferrari-Kompendium · alle Modelle zum Lernen und Nachschlagen EN

Ferrari 246 SP

Ferrari 246 SP (1961)

Foto: ZANTAFIO56 from FRANCE · CC BY-SA 2.0

Einsatz1961
MotorV6
Leistung270 PS
Stückzahl2
⚖ Vergleichen

Der Ferrari 246 SP, im Februar 1961 vorgestellt, war der erste Mittelmotor-Sportwagen der Scuderia. Anders als der frontmotorige 250 Testa Rossa folgte er dem Trend zum Heckmotor, den Enzo Ferrari 1959 noch öffentlich bestritten hatte. Carlo Chiti nutzte dafür Janos kompakten 2,4-Liter-Dino-V6 mit 270 PS. Es entstanden nur zwei Fahrgestelle mit Spider-Karosserie von Fantuzzi. Wolfgang von Trips und Olivier Gendebien gewannen 1961 die Targa Florio; 1962 siegte der 246 SP in zwei von drei Läufen der Klasse bis 3000 cm³.

Zusammengefasst aus den unten genannten Quellen; jede Zahl im Text wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.

Wissenswert

  • Bei frühen Tests überschlug sich der 246 SP in Modena; Wolfgang von Trips kam mit Prellungen davon, der Wagen mit leichten Blechschäden.
  • Die Lösung kam von Richie Ginther: Die Heckflosse fiel weg, dafür kam ein 5 Zoll hoher Spoiler, den er aus seiner Kriegserfahrung mit Flugzeugen vorschlug.
  • Die zwei Lufteinlässe an der Front kannte man schon von drei Maserati 250F, die Fantuzzi 1958 für Ross Jensen und Temple Buell neu eingekleidet hatte.
  • Enzo Ferrari bestritt 1959 öffentlich einen Heckmotorwagen, beauftragte aber im selben Jahr insgeheim Carlo Chiti mit einem Formel-1-Wagen und einem Sportwagen mit Heckmotor.
Mehr erfahrenAerodynamik und Handarbeit · Instabilität und Heckspoiler · Verbleib und Technik

Aerodynamik und Handarbeit

Die Karosserie entstand in Zusammenarbeit von Carlo Chiti und Medardo Fantuzzi. Widerstandsmindernde Lösungen wurden im Windkanal getestet: eine sehr niedrige Haube, ein hohes Heck, bündig mit der Oberkante der Windschutzscheibe, und eine senkrechte Heckflosse. Fantuzzi hatte vorgeschlagen, dass die doppelten Lufteinlässe vorn den Luftdurchsatz verbessern, Chitis Windkanal bestätigte das. Von Hand wurde das Blech über Drahtformen geklopft; für jede Karosserie war ein einzelner Arbeiter zuständig, weshalb sich die Aufbauten leicht unterscheiden.

Instabilität und Heckspoiler

Bei den frühen Tests mit Wolfgang von Trips und Ritchie Ginther zeigte sich, dass die Karosserie bei hohem Tempo instabil wurde. Man vermutete darin die Ursache für den Überschlag in Modena. Behoben wurde das Problem, indem man die senkrechte Heckflosse der Präsentation entfernte und einen 5 Zoll hohen Heckspoiler anbrachte, den Ginther vorgeschlagen hatte.

Verbleib und Technik

Beide Fahrgestelle wurden später umgebaut: 0790 wurde Anfang 1963 zu einem 196 SP, 0796 diente als Versuchsträger für den 250 P und wurde danach bei einem Unfall zerstört. Technisch hatte der 246 SP rundum Einzelradaufhängung und Scheibenbremsen, die hinten wie beim Formel-1-Wagen direkt am Differentialgehäuse sassen. Der Motor war aus dem Triebwerk des 246 F1 abgeleitet.

Zusammengefasst aus den genannten Quellen; jede Zahl wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.

Häufige Fragen zum Ferrari 246 SP

Wann wurde der Ferrari 246 SP eingesetzt?

Der Ferrari 246 SP wurde 1961 eingesetzt.

Wie viel PS hat der Ferrari 246 SP?

Leistung des Ferrari 246 SP: 270 PS.

Welchen Motor hat der Ferrari 246 SP?

Motor des Ferrari 246 SP: 2,4 l (2417 cm³) Tipo 171S Dino 65° V6. Er sitzt als Mittelmotor hinter den Sitzen.

Wie viele Ferrari 246 SP wurden gebaut?

Vom Ferrari 246 SP wurden 2 Exemplare gebaut.

Wer hat den Ferrari 246 SP konstruiert?

Konstruktion des Ferrari 246 SP: Carrozzeria Fantuzzi.

Dir gefällt die Seite? So kannst du sie unterstützen.

Aus derselben Baureihe

196 SP1962
1962

Ferrari 196 SP

1962–1963 · V6
248 SP1962
1962

Ferrari 248 SP

1962 · V8
Ferrari 268 SP1962

Ferrari 268 SP

1962 · V8 · ▶ Video
286 SP1962
1962

Ferrari 286 SP

1962 · V6