Technik
Drei Kapitel zu Begriffen, die in fast jedem Steckbrief vorkommen – mit bewegten Darstellungen und Zahlen, die direkt aus den geprüften Daten der Seite berechnet werden.
Wo sitzt der Motor?
Der Platz des Motors bestimmt Form und Fahrverhalten eines Wagens. Bei Ferrari gibt es beide Bauweisen – oft sogar gleichzeitig im Programm.
Beim Mittelmotor sitzt der Motor hinter den Sitzen, aber vor der Hinterachse. Das Gewicht liegt in der Mitte des Wagens – wie im Rennwagen.
Wie sind die Zylinder angeordnet?
Der Querschnitt zeigt den Motor von vorn: Kurbelwelle, Pleuel und Kolben bewegen sich so, wie es die Geometrie vorgibt. Das Aufleuchten steht für die Zündung.
Beim V12 stehen 12 Zylinder in zwei Reihen zu je 6 und bilden von vorn gesehen ein «V».
Der gezeigte Winkel von 60° stammt aus dem Steckbrief des Ferrari 250 GTO (2953 cm³; Tipo 168 Comp/62 60° V12; SOHC 2 Ventile pro Zylinder; 6 Weber 38 DCN Vergaser; Verdichtung 9.7:1).
In den Daten von 1947 (125 S) bis 2024 (12Cilindri Spider).

Was bedeuten die Zahlen im Namen?
Ferrari hat seine Modelle nie nach einer einzigen Regel benannt. Vier Muster lassen sich aber direkt aus dem Hubraum im Steckbrief nachrechnen.
2953 cm³ ÷ 12 Zylinder = 246 cm³ je Zylinder
Die Zahl nennt den Hubraum eines einzelnen Zylinders in Kubikzentimetern – das älteste Muster, typisch für die Zwölfzylinder.
Nachgerechnet aus dem Steckbrief: Ferrari 250 GTO – 2953 cm³; Tipo 168 Comp/62 60° V12; SOHC 2 Ventile pro Zylinder; 6 Weber 38 DCN Vergaser; Verdichtung 9.7:1
Ferrari 250 GTO1962–1964 · V12Weitere Modelle mit diesem MusterGewertet sind Serienmodelle, bei denen der Steckbrief den Hubraum nennt. Viele Namen folgen keinem Zahlenmuster – zum Beispiel 12Cilindri Spider, F80, Amalfi, Luce.


