TUTTE LE ROSSEDas inoffizielle Ferrari-Kompendium · alle Modelle zum Lernen und Nachschlagen EN

Ferrari 375 Plus

Ferrari 375 Plus (1954)

Foto: Wikimedia-Commons-Benutzer Sfoskett~commonswiki · CC BY-SA 3.0

Einsatz1954
MotorV12
Leistung330 PS
Höchsttempo280 km/h
⚖ Vergleichen

Der Ferrari 375 Plus war 1954 der Werkswagen der Scuderia in der Sportwagen-Weltmeisterschaft; Privatfahrer mussten mit dem 375 MM vorliebnehmen. Sein V12 von Lampredi stammte vom Formel-1-Motor ab und wurde auf fast fünf Liter aufgebohrt, wobei der zusätzliche halbe Liter dem «Plus» den Namen gab. Meist leistete er 330 PS und erreichte rund 280 km/h. Zu seinen Siegen zählen das 24-Stunden-Rennen von Le Mans und die Carrera Panamericana. Anders als der 375 MM hatte er eine De-Dion-Achse.

Zusammengefasst aus den unten genannten Quellen; jede Zahl im Text wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.

Wissenswert

  • Das Cabriolet 0488AM, ein Einzelstück auf 375-Plus-Fahrgestell, liess König Leopold III. von Belgien bei Pinin Farina bauen; schwarz mit elfenbeinfarbenem Leder, später rot lackiert.
  • Der Le-Mans-Sieg 1954 von González und Trintignant war der erste Ferrari-Erfolg dort seit 1949, vor dem Werks-Jaguar D-Type.
  • Der Sieg von Maglioli bei der Carrera Panamericana 1954 war zugleich der letzte, weil das Rennen im folgenden Jahr nach der Katastrophe von Le Mans abgesagt wurde.
  • Der 375 Plus gewann zwei von sechs Läufen der Sportwagen-WM 1954, die Ferrari holte.
Mehr erfahrenMotor und Getriebe · Fahrwerk · Rennerfolge

Motor und Getriebe

Der neue Lampredi-V12 vom Typ 113 hatte wie der 375 MM 84 mm Bohrung, aber den Hub von 74,5 mm aus dem Formel-1-Wagen 375; das ergab 4954,34 cm³. Die meisten Wagen leisteten 330 PS bei 6000/min, einige bis zu 345 PS, genug für 280 km/h. Gezündet wurde mit einer Kerze pro Zylinder und zwei Magnetzündern, drei Weber 46DCF/3 bereiteten das Gemisch auf. Das Getriebe war ein Vier- oder Fünfganggetriebe, blockweise mit dem Differenzial verbaut.

Fahrwerk

Der Radstand von 2600 mm entsprach dem 375 MM, doch das Chassis war ein neuer Typ 505 aus Stahlrohren mit elliptischem Querschnitt. Hinten ersetzte eine De-Dion-Achse mit zwei Schubstreben, Querblattfeder und Houdaille-Dämpfern die alte Starrachse, was Balance und Strassenlage stark verbesserte. Die De-Dion-Achse brauchte mehr Platz, deshalb sass der 190-Liter-Tank höher in der Karosserie. Das erklärt die mächtige Ausbuchtung über dem Heck, an der man den Plus vom MM unterscheidet.

Rennerfolge

Der 375 Plus startete schwach: Weder beim Giro di Sicilia noch bei der Mille Miglia kam er ins Ziel. Danach gewann er unter anderem Le Mans, die Carrera Panamericana, die 1000 km von Buenos Aires sowie die Rennen in Agadir und Silverstone. Pininfarina karossierte sechs Wagen für die Weltmeisterschaft. 1957 und 1958 gewann Dan Gurney mit einem 375 Plus in Paramount Ranch und Palm Springs und wurde Zweiter im Grand Prix von Riverside.

Zusammengefasst aus den genannten Quellen; jede Zahl wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.

Häufige Fragen zum Ferrari 375 Plus

Wann wurde der Ferrari 375 Plus eingesetzt?

Der Ferrari 375 Plus wurde 1954 eingesetzt.

Wie viel PS hat der Ferrari 375 Plus?

Leistung des Ferrari 375 Plus: 330 PS.

Welchen Motor hat der Ferrari 375 Plus?

Motor des Ferrari 375 Plus: 5,0 l (4954 cm³) Tipo 113 Lampredi V12. Er ist vorn eingebaut.

Wie schnell ist der Ferrari 375 Plus?

Höchstgeschwindigkeit des Ferrari 375 Plus: 280 km/h.

Wer hat den Ferrari 375 Plus konstruiert?

Konstruktion des Ferrari 375 Plus: Pinin Farina.

Was sind Vorgänger und Nachfolger des Ferrari 375 Plus?

Vorgänger: Ferrari 375 MM. Nachfolger: Ferrari 410 S.

Dir gefällt die Seite? So kannst du sie unterstützen.