Foto: Mutari · Public domain
Der Ferrari 312 F1 war der Formel-1-Wagen mit 3-Liter-V12 (daher 312), den Ferrari von 1966 bis 1969 einsetzte. Unter Leitung von Mauro Forghieri entstanden zwei grundverschiedene Versionen: die von 1966 und die von 1967 bis 1969. Als 1966 das Reglement 3-Liter-Motoren erlaubte, war Ferrari nicht gut vorbereitet und nahm den V12 aus dem Sportprototyp 275 P2, auf 3000 cm³ verkleinert. Der Motor war schwer und hatte weniger Leistung und Drehmoment als im Sportwagen; John Surtees fuhr damit in Monaco ohne Erfolg.
Zusammengefasst aus den unten genannten Quellen; jede Zahl im Text wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.
Wissenswert
- Die Bezeichnung 312 steht für 3 Liter Hubraum und 12 Zylinder; der Motor hatte mit 250 cm³ pro Zylinder wieder das Mass eines Ferrari 250.
- Nach dem Sieg in Belgien 1966 verliess John Surtees das Team: Eine Woche später gab es in Le Mans Streit mit Teammanager Eugenio Dragoni.
- 1967 starb Lorenzo Bandini nach seinem Feuerunfall in Monaco; Mike Parkes erlitt kurz darauf in Belgien Verletzungen, die seine Karriere beendeten.
- Im Sommer 1968 handelte Enzo Ferrari den Verkauf seines Strassenwagengeschäfts an Fiat für 11 Millionen Dollar aus.
Mehr erfahrenEntstehung · Zwei Versionen · Schwierige Jahre
Entstehung
Das Reglement erlaubte 1966 plötzlich 3-Liter-Saugmotoren, und die Teams waren schlecht vorbereitet. Fahrgestell und Aufhängung übernahm Ferrari vom letzten 1,5-Liter-Wagen 1512. Sein Flachmotor wich dem klassischen 60°-V12 der 275-P-Sportprototypen, durch kürzeren Hub von 3,3 auf knapp 3,0 Liter verkleinert. Der Motor hatte zwei obenliegende Nockenwellen je Zylinderbank, zwei Ventile pro Zylinder und eine Lucas-Einspritzung in die mittig angeordneten Ansaugstutzen. Bei 2989 cm³ leistete er rund 330 PS (243 kW).
Zwei Versionen
Unter dem Namen 312 laufen zwei grundverschiedene Autos: das von 1966 und das von 1967 bis 1969. Die Wagen von 1966 setzten die Chassisnummern der 1,5-Liter-Modelle des Vorjahres fort, die von 1967 begannen mit «0001» eine neue Reihe. Um Verwechslungen zu vermeiden, spricht man meist von 312 F1-66 und 312 F1-67. Konstrukteur war Mauro Forghieri, der bei beiden Versionen die Entwicklung leitete.
Schwierige Jahre
1967 entliess Ferrari Teamchef Dragoni und holte Franco Lini; Chris Amon fuhr neben Bandini. Die Saison blieb ohne Sieg, nur Platz fünf in der Konstrukteurswertung. Zugleich debütierte im Lotus 49 der Ford-Cosworth DFV, der die Formel 1 für 15 Jahre prägen sollte. 1968 gewann Jacky Ickx den nassen Grossen Preis von Frankreich, aber sonst lief wenig; Ferrari wurde Vierter bei den Konstrukteuren, Lini und Ickx verliessen das Team.
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Häufige Fragen zum Ferrari 312 F1
Wann wurde der Ferrari 312 F1 eingesetzt?
Der Ferrari 312 F1 wurde von 1966 bis 1969 eingesetzt.
Wie viel PS hat der Ferrari 312 F1?
Leistung des Ferrari 312 F1: ca. 330 PS (Version 1966).
Welchen Motor hat der Ferrari 312 F1?
Motor des Ferrari 312 F1: 2989 cm³ 60° V12 Saugmotor. Er sitzt als Mittelmotor hinter den Sitzen.
Wer hat den Ferrari 312 F1 konstruiert?
Konstruktion des Ferrari 312 F1: Mauro Forghieri.
Wer fuhr den Ferrari 312 F1?
Fahrer des Ferrari 312 F1: Lorenzo Bandini, John Surtees, Ludovico Scarfiotti, Chris Amon, Jacky Ickx.
Wie viele Rennen hat der Ferrari 312 F1 gewonnen?
Der Ferrari 312 F1 holte 3 Siege in 38 Rennen.
Was sind Vorgänger und Nachfolger des Ferrari 312 F1?
Vorgänger: 246 F1-66. Nachfolger: 312B.
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