Foto: Morio · CC BY-SA 3.0
Der Ferrari F2002, von den Medien «Rote Göttin» genannt, war der 35. Formel-1-Wagen der Scuderia. Er gewann in den Jahren 2002 und 2003 fünfzehn von 19 Rennen und gilt als eine der erfolgreichsten Formel-1-Konstruktionen. Michael Schumacher holte damit 2002 seinen fünften Weltmeistertitel, Ferrari die Konstrukteurswertung mit so vielen Punkten wie alle anderen Teams zusammen. Der Wagen war viel leichter als der F2001, und sein V10 hatte einen sehr tiefen Schwerpunkt; er leistete zunächst 835 hp bei 17'800/min, im Qualifying bis zu 900 hp.
Zusammengefasst aus den unten genannten Quellen; jede Zahl im Text wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.
Wissenswert
- Im Rennen leistete der Motor zugunsten der Haltbarkeit nur 865 hp bei höchstens 18'600/min, im Qualifying bis zu 900 hp bei 19'000/min.
- Der BMW-Motor im Williams leistete mit 940 hp mehr, doch der Ferrari-Motor war leichter, kompakter, sparsamer und besser fahrbar.
- Das Magazin Motor Sport ermittelte mit dem Pomeroy Index, der F2002 sei das schnellste F1-Auto aller Zeiten.
- Zum Debüt in Brasilien war erst ein Chassis einsatzbereit, deshalb musste Barrichello noch ein Rennen auf den neuen Wagen warten.
Mehr erfahrenMotor und Getriebe · Gegner und Reifen · Rekordauto? · Saisonstart 2002
Motor und Getriebe
Der Tipo 051 war nicht der stärkste Motor des Jahres 2002, dafür aber leichter und kompakter als die Konkurrenz und sehr sparsam. Sein Schwerpunkt lag extrem tief, was dem Handling zugutekam. Das Getriebe ohne Kupplungspedal war neuartig und sehr klein, so liess sich das Heck aerodynamisch äusserst eng verpacken. Bridgestone entwickelte eigens für das Auto passende Reifen.
Gegner und Reifen
Aerodynamisch lag der F2002 klar vor dem Williams-BMW und auf Augenhöhe mit McLaren oder knapp davor. Williams spielte nach den Zuverlässigkeitsproblemen des Vorjahres auf Nummer sicher, McLaren blieb bei Michelin-Reifen, und Mercedes kämpfte mit einem Motor ohne Beryllium. So konnte Ferrari seine Stärke voll ausspielen.
Rekordauto?
Motor Sport wertete den F2002 mit dem Pomeroy Index als das schnellste Formel-1-Auto aller Zeiten, der F2004 fuhr aber auf 12 gemeinsamen Strecken schnellere Qualifying-Zeiten. Bei der Qualifying-Dominanz erreichte der F2002 nicht ganz die Werte des McLaren MP4/4 von 1988 und des Williams FW14B von 1992, die je 15 Pole-Positions holten, war aber zuverlässiger und sonntags relativ schneller.
Saisonstart 2002
Die Saison begann noch mit dem F2001, der F2002 debütierte in Brasilien. Schumacher hatte in Australien im Vorjahreswagen gewonnen und war in Malaysia Dritter, Barrichello war in den ersten drei Rennen jeweils ausgefallen. Die ersten Rennen im neuen Wagen zeigten, dass er gelungen war. Testfahrer waren Luca Badoer und Luciano Burti.
Zusammengefasst aus den genannten Quellen; jede Zahl wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.
Häufige Fragen zum Ferrari F2002
Wann wurde der Ferrari F2002 eingesetzt?
Der Ferrari F2002 wurde von 2002 bis 2003 eingesetzt.
Wie viel PS hat der Ferrari F2002?
Leistung des Ferrari F2002: 835 hp bei 17'800 /min.
Welchen Motor hat der Ferrari F2002?
Motor des Ferrari F2002: 3,0 l 90° V10 Saugmotor Ferrari Tipo 051/B/C. Er sitzt als Mittelmotor hinter den Sitzen.
Wer hat den Ferrari F2002 konstruiert?
Konstruktion des Ferrari F2002: Ross Brawn (Technischer Direktor); Rory Byrne (Chefdesigner); Ignazio Lunetta (Leitung R&D); Aldo Costa (Leitung Chassis); Marco Fainello ….
Wer fuhr den Ferrari F2002?
Fahrer des Ferrari F2002: Michael Schumacher, Rubens Barrichello.
Wie viele Rennen hat der Ferrari F2002 gewonnen?
Der Ferrari F2002 holte 15 Siege in 19 Rennen.
Was sind Vorgänger und Nachfolger des Ferrari F2002?
Vorgänger: F2001B. Nachfolger: F2003-GA.
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