Foto: David Merrett from Daventry, England · CC BY 2.0
Einsatz1954–1956
MotorV8
Stückzahl6
Der Lancia D50 wurde 1954 von Vittorio Jano als Formel-1-Wagen entworfen und brachte viele Neuerungen: Der Motor war ein tragendes Teil des Chassis und sass leicht seitlich versetzt für eine niedrigere Bauhöhe, die Tanks lagen in seitlichen Behältern für bessere Gewichtsverteilung und Aerodynamik. Beim Debüt fuhr Alberto Ascari Pole-Position und schnellste Rennrunde, bevor die Kupplung versagte. Nach Ascaris Tod gingen die Werte der Scuderia Lancia an Ferrari, das viele von Janos Neuerungen wieder entfernte. Mit dem als «Lancia-Ferrari D50» weitergeführten Wagen gewann Juan Manuel Fangio 1956 die Fahrerweltmeisterschaft.
Zusammengefasst aus den unten genannten Quellen; jede Zahl im Text wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.
Wissenswert
- Von den sechs gebauten D50 stehen zwei in italienischen Museen.
- Beim Debüt fuhr Ascari Pole-Position und schnellste Rennrunde, doch die Kupplung versagte schon nach zehn Runden.
- Die in Pontons seitlich angebrachten Tanks wurden im Windkanal des Politecnico di Torino an einem Modell im Massstab 1:10 geprüft.
- Als «Ferrari 801» lebten die D50 1957 weiter, waren aber gegen die Maserati 250F weitgehend chancenlos.
Mehr erfahrenKonstruktion · Tanks in Pontons · Vom Lancia zum Ferrari
Konstruktion
Der D50 hatte einen 2,5-Liter-V8 mit 90 Grad Zylinderwinkel, der nach der deutschen Quelle 260 PS (191 kW) leistete. Der Motor war ein tragendes Teil: Vorderradaufhängung und Querschott waren mit ihm verbunden. Die seitlich versetzte Antriebswelle erlaubte ein niedriges Cockpit. Das Reglement von 1954 liess bei Saugmotoren 2500 cm³ zu, bei aufgeladenen nur 750 cm³, und kannte keine Gewichtsgrenze.
Tanks in Pontons
Das herausragende Merkmal waren die Kraftstofftanks in Pontons ausserhalb des eigentlichen Wagens. Damals waren Hecktanks die Regel, und mit dem Füllstand veränderten sich Achslasten und Fahrverhalten. Die seitliche Anordnung wirkte sich positiv auf die Aerodynamik aus, und mit vollen Tanks war die Fahrstabilität aussergewöhnlich gut. Beim Leerfahren verschlechterte sie sich deutlich weniger als bei Wagen mit Hecktanks.
Vom Lancia zum Ferrari
Nach Ascaris Tod verkaufte die Lancia-Familie wegen wachsender finanzieller Probleme ihre Mehrheit an der Firma, und die Werte der Scuderia Lancia gingen an die Scuderia Ferrari. Ferrari entwickelte den Wagen weiter, entfernte aber viele von Janos innovativsten Lösungen. Er hiess nun «Lancia-Ferrari D50», später einfach «Ferrari D50». In 14 WM-Grands-Prix gewann er fünf Rennen; Fangio holte mit der von Ferrari modifizierten Version 1956 den Titel.
Zusammengefasst aus den genannten Quellen; jede Zahl wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.
Häufige Fragen zum Lancia-Ferrari D50
Wann wurde der Lancia-Ferrari D50 eingesetzt?
Der Lancia-Ferrari D50 wurde von 1954 bis 1956 eingesetzt.
Wie viel PS hat der Lancia-Ferrari D50?
Leistung des Lancia-Ferrari D50: nella primissima versione: 250-255 HP bei 8000-8200 /minuto ….
Welchen Motor hat der Lancia-Ferrari D50?
Motor des Lancia-Ferrari D50: 2488 cm³ 90° V8 Saugmotor Lancia DS50. Er ist vorn eingebaut.
Wie viele Lancia-Ferrari D50 wurden gebaut?
Vom Lancia-Ferrari D50 wurden 6 Exemplare gebaut.
Wer hat den Lancia-Ferrari D50 konstruiert?
Konstruktion des Lancia-Ferrari D50: Vittorio Jano.
Wer fuhr den Lancia-Ferrari D50?
Fahrer des Lancia-Ferrari D50: Alberto Ascari, Luigi Villoresi, Eugenio Castellotti, Juan Manuel Fangio, Luigi Musso, UK Peter Collins, Alfonso de Portago.
Was sind Vorgänger und Nachfolger des Lancia-Ferrari D50?
Vorgänger: Ferrari 553. Nachfolger: Ferrari 246 F1.
Dir gefällt die Seite? So kannst du sie unterstützen.