Foto: Etienne (Li) · CC BY-SA 3.0
Der F1/87 war ein völlig neues Auto, das Gustav Brunner mit dem neuen Technischen Direktor John Barnard entwickelte; Barnard kam von McLaren und arbeitete in einem eigenen Büro in Guildford, weil er in Italien nicht arbeiten wollte. Der Wagen sah viel schlanker aus als der F1/86 und hatte ein Sechsganggetriebe. Neu war auch der 90°-V6-Turbo mit 1,5 Litern, der Tipo 033, der auf die Ladedruckgrenze von 4 Bar zugeschnitten war und den alten 120°-V6 ersetzte. Gefahren wurde der Wagen von Michele Alboreto und Gerhard Berger. Ein Formel-1-Turbo kam bei Ferrari erst 2014 mit dem F14 T wieder.
Zusammengefasst aus den unten genannten Quellen; jede Zahl im Text wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.
Wissenswert
- John Barnard hatte bei McLaren den MP4/2 und den TAG-Porsche-Motor verantwortet, bevor er zu Ferrari kam; sein Büro hiess Guildford Technical Office (GTO).
- Fast hätte Berger in Portugal gewonnen, drehte sich aber und schenkte Alain Prost dessen Rekordsieg Nummer 28; er sagte später, er habe sich zu sehr um Prost gesorgt.
- In Adelaide gelang ein Doppelsieg, nachdem Senna im Lotus-Honda wegen zu grosser Bremsluftkanäle disqualifiziert worden war.
- Bergers Siege waren die ersten aufeinanderfolgenden Ferrari-Siege seit Villeneuve 1981 in Monaco und Spanien.
Mehr erfahrenEntstehung · Motor und Ladedruck · Saisonverlauf
Entstehung
Gustav Brunner, früher bei ATS und RAM, entwarf das Auto mit Hilfe von John Barnard, der nach sechs erfolgreichen Jahren bei McLaren zu Ferrari kam. Das Design hatte 1986 begonnen, als Barnard noch bei McLaren war. Er sagte später, dass er bei einem Start von Grund auf ein anders aussehendes Auto entworfen hätte, doch eine Änderung wäre teuer gewesen und hätte Zeit gekostet. Trotz unveränderter Tankgrösse wirkte der Wagen viel schlanker als der F1/86.
Motor und Ladedruck
Die FIA führte 1987 umstrittene Überdruckventile ein, die den Ladedruck auf 4,0 Bar begrenzten, um die ausufernde Leistung der Turbomotoren einzudämmen. Der Tipo 033 mit 90° ersetzte den Tipo 032, eine Weiterentwicklung des 1981 erstmals genutzten Turbomotors. Der neue Motor strahlte weniger Wärme ab; deshalb stand der Überrollbügel nun frei über der Motorhaube, statt verkleidet zu sein. Das Getriebe war eine Neuentwicklung mit 6 Gängen.
Saisonverlauf
Anfangs war der Wagen schnell, litt aber unter hartnäckigem Untersteuern. Ein neuer Heckflügel machte ihn zum Deutschland-Rennen noch konkurrenzfähiger; er war fast so schnell wie der Williams-Honda, aber weniger zuverlässig. Berger stand ab Ungarn in jedem Rennen in den ersten drei der Startaufstellung. Er siegte in Japan und Australien und erreichte drei Pole-Positions.
Zusammengefasst aus den genannten Quellen; jede Zahl wurde automatisch mit den Quellen abgeglichen.
Häufige Fragen zum Ferrari F1/87
Wann wurde der Ferrari F1/87 eingesetzt?
Der Ferrari F1/87 wurde 1987 eingesetzt.
Wie viel PS hat der Ferrari F1/87?
Leistung des Ferrari F1/87: 880-950 hp bei 11'500 /min (1987) 650-720 hp bei 12'000 /min (1988).
Welchen Motor hat der Ferrari F1/87?
Motor des Ferrari F1/87: 1987: mid-, longitudinally -mounted, 1496 cm³, Ferrari Tipo 033, 90° V6, turbo, 4.0 bar turbo limited; 1988: mid- ….
Wer hat den Ferrari F1/87 konstruiert?
Konstruktion des Ferrari F1/87: John Barnard (Technischer Direktor); Gustav Brunner (Chefdesigner); Jean-Jacques His (Chefdesigner).
Wer fuhr den Ferrari F1/87?
Fahrer des Ferrari F1/87: Italy Michele Alboreto, Austria Gerhard Berger.
Wie viele Rennen hat der Ferrari F1/87 gewonnen?
Der Ferrari F1/87 holte 3 Siege in 32 Rennen.
Was sind Vorgänger und Nachfolger des Ferrari F1/87?
Vorgänger: F1/86. Nachfolger: 640.
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